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Werkstatt-Hardware-Kopplungen

Das Dashboard Werkstatt-Hardware-Kopplungen (/dashboard/workshop-pairings) verwaltet die Verbindungen der Diagnose-Hardware zwischen den Steuergeräten (ECUs) des Fahrzeugs, Bluetooth-OBD-II-Scannern und den Inspektions-Tablets der Werkstatt.

Kopplung & Diagnose mit Bluetooth-OBD-II-Scannern​

Steer arbeitet mit standardisierten Diagnose-Dongles für Bluetooth Low Energy (BLE) und klassisches Bluetooth (ELM327, STN, OBDLink sowie spezielle Händlerscanner):

Ablauf der Kopplung​

  1. Öffnen Sie auf dem Werkstatt-Tablet oder Laptop Werkstatt › Hardware-Kopplungen (/dashboard/workshop-pairings).
  2. Wählen Sie das Fahrzeug aus dem Bestand der laufenden Inspektionen.
  3. Stecken Sie den OBD-II-Scanner in die Diagnosebuchse des Fahrzeugs (meist unter dem Armaturenbrett an der Lenksäule).
  4. Geben Sie die Seriennummer des Geräts ein oder lassen Sie sie suchen (z. B. OBD2TEST001).
  5. Klicken Sie auf Mit Scanner verbinden, um die drahtlose Kopplung zu starten.

Zustandsablauf der Diagnose​

Nach der Kopplung durchläuft der automatische Diagnosescan vier Zustände:

  1. obd2-ready: Der Scanner baut die Verbindung zum Tablet auf und prüft die Protokollkompatibilität mit dem Fahrzeugbus (CAN, ISO 9141, KWP2000).
  2. obd2-scanning: Die Telemetrie fragt die Steuergeräte nach aktiven und anstehenden Fehlercodes (DTCs), dem Bereitschaftsstatus der Sensoren und dem Status der Motorkontrollleuchte (MIL) ab.
  3. obd2-gathering: Freeze-Frame-Fehlerdaten, Live-Motorparameter und Kilometerprotokolle werden in den Speicher geladen.
  4. obd2-finish: Die Ergebnisse werden zusammengestellt, mit dem Backend synchronisiert (POST /api/v1/runner/report) und dauerhaft mit dem Inspektionsdatensatz des Fahrzeugs verknüpft.

Einrichtung der Werkstatt-Tablets​

  • Kioskmodus: Tablets lassen sich im Steer-Werkstattmodus sperren, damit während der Fahrzeugannahme nicht zu anderen Apps gewechselt wird.
  • Offline-Zwischenspeicher für Inspektionen: Ist das WLAN in der Werkstatt unzuverlässig, werden Inspektionsdaten und OBD-II-Telemetrie lokal im IndexedDB-Speicher des Browsers abgelegt und automatisch synchronisiert, sobald die Verbindung wieder steht.
  • Anmeldung der Techniker: Eine schnelle PIN-Anmeldung erleichtert den Wechsel zwischen Werkstatttechnikern.

6 mechanische Messbereiche​

Das Kopplungsformular erfasst strukturierte Messwerte für 6 zentrale Fahrzeugsysteme. Sie fließen in die Aufbereitungspläne und in die Modelle zur Restlebensdauer ein:

  1. Motor (Moteur): Kompressionsgleichheit der Zylinder, Öldruck, Abweichung der Steuerzeiten und Fehlercodes der Steuergeräte.
  2. Bremsen (Freinage): Belagstärke (mm), Verschleißtoleranz der Bremsscheiben, Signale der ABS-Sensoren und Siedepunkt der Bremsflüssigkeit.
  3. Fahrwerk (Suspension): Wirkungsgrad der Stoßdämpfer in Druck- und Zugstufe (Prozent), Zustand der Federn und Verschleiß der Gummilager (Silentblöcke).
  4. Lenkung (Direction): mechanisches Spiel im Lenkgetriebe, Unterstützungsmoment von Servopumpe oder Elektromotor und Abweichung der Achsvermessung.
  5. Reifen (Pneumatiques): Profiltiefe außen, mittig und innen an allen 4 Reifen, Reifendruck (bar) und DOT-Herstellungsdatum.
  6. BMS (Batteriemanagementsystem): Gesundheitszustand (SoH in Prozent), Ladezustand (SoC), Spannungsstreuung der einzelnen Zellen und Kurven der thermischen Alterung.
    • Hinweis: Die BMS-Telemetrie wird nur bei Elektrofahrzeugen (BEV) und Hybriden (PHEV/HEV) angezeigt und bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor (ICE) automatisch ausgeblendet.

Telemetrie & Kalibrierung mit physikinformiertem neuronalem Netz (PINN)​

Die strukturierten Kopplungsprotokolle werden von der Steer-Diagnose-Engine (sai-cda-labels) verarbeitet. Sie kalibriert die Zustandsindikatoren des Fahrzeugs, prognostiziert künftige Reparaturen und stellt Käufern zertifizierte Nachweise über den mechanischen Zustand aus.